Predigt in Reimen(2017,tp) zum 8. Sonntag in der Jahreszeit – Lesejahr A (nach dem Evangelium in leichter Sprache) Mt 6, 24 – 34
Lasst Euch nicht kneten von der Knete;
macht lieber eine tolle Fete
und ladet dazu alle ein,
denn nur so kann Frieden sein
in Euren Herzen und Drumherum:
wer auf Jesus hört, ist nicht dumm!
Auch Papst Franziskus macht uns flott
zum Geld zu sagen: „Du bist nicht Gott!“
Das meint, wir sollen immerzu
zum Gelde sagen: „Der Chef bist nicht du!“
Im heutigen Evangelium
dreht nämlich Jesus manches um;
mit der Predigt, die er auf dem Berge hält
führt er uns in die Arbeitswelt:
Da gibt es Chefs, die haben das Sagen
und Ihr müsst’s tun, manchmal Euch plagen.
Doch was – sagt Jesus – angenommen:
Ein zweiter Chef wär angekommen:
Der eine sagt: „Mach diese Sachen!“
Der andere: „Nein, das musst Du machen!“
Dann bist Du völlig durcheinander
ja, überall ist Durcheinander,
Du fragst Dich, was soll ich jetzt machen?
Ganz gegensätzlich sind die Sachen?...
Und Du fängst dann zu denken an:
„Bei welchem Chef bin ich besser dran?
Welchen mag ich lieber leiden,
kann doch nicht hören auf die Beiden?“
Ich hör‘ auf den, den ich lieber mag,
dann hab‘ ich ‘nen besseren Arbeitstag,
ich hör auf den Chef, der besser ist,
weil‘ s auch für mich besser ist!“
Und Jesus zieht die Parallele:
Wie bei der Arbeit ist’s mit der Seele:
Ihr sollt vertrauen in Eurem Leben
Nur dem, der Euch was Bess’res kann geben!
Ich frage: „Wer sorgt am besten für mich?
Wer kümmert sich denn am besten um mich?!
Und dann sagt Jesus, wer das ist:
dass das der Vater im Himmel ist!
Auf Gott könnt Ihr Euch fest verlassen,
den sollt Ihr lieben, niemals hassen!
Gott weiß genau, was Ihr braucht zum Essen,
Gott wird auch das Trinken nicht vergessen,
sogar um die Kleider, die Ihr braucht,
sorgt unser Vater im Himmel sich auch!
Und Jesus schnell, was er sagt, beweist,
indem er auf die Vögel verweist:
die säen kein Futter, haben keinen Schrank
und dennoch wird keiner vor Hunger krank,
auch ist keiner der Vögel so vermessen
zu meinen: wie haben selbst verdientes Essen!...
Sie haben genug, weil Gott für sie sorgt
und er sich auch nichts beim Teufel borgt.
Und dann macht Jesus einen großen Schritt
Und teilt uns eine Erkenntnis (Weisheit) mit:
Die Vögel sind wichtig, doch wichtiger ist
der Mensch, für den Gott noch sorgender ist. -
Und schaut auf die Blumen, die prächtig und schön
ohne zu nähen so hübsch dasteh’n.
bunte Blüten – so glänzend und schön
kann man nicht mal ‘nen König sehn.
Und wieder macht Jeus den großen Schritt
und teilt uns seine Wahrheit mit:
dass die Blumen wichtig sind, doch wichtiger seid
Ihr Menschen in Eurem schönen Kleid.
Drum zerbrecht nicht den Kopf, sorgt Euch nicht zu sehr,
denn Sorgen machen das Leben schwer!
Habt frohen Mut, seid leicht und beschwingt,
Gott weiß, was ihr braucht, dieses Lied bitte singt!
Kümmert Euch nicht nur um‘s dicke Geld,
weil Gott es ist, der Euer Leben erhält,
um’s Essen und Trinken, um Anziehsachen,
sollt Ihr Euch keinen Kummer machen.
Lasst Euch nicht kneten von der Knete;
macht lieber ein tolle Fete
und ladet dazu alle ein,
denn nur so kann Frieden sein
in Euren Herzen und Drumherum:
wer auf Jesus hört, der ist nicht dumm! Amen!
Damit endete diese Predigt im Reim.
Lasst uns heut‘ auch noch tüchtig „Halleluja“ singen -
übersetzt heißt das: „Gott ein Loblied bringen.“
Die Abkürzung davon ist „H E L U A“, ja genau:
Am Niederrhein rufen wir deshalb „Helau!“
So kommt der Karneval zum Ursprung zurück,
liebe Leute, macht Euch bloß nicht verrückt:
singt Halleluja und ruft „Helau“ heut‘ dabei,
denn am Aschermittwoch ist beides vorbei,
das Helau erklingt erst am Martinstag wieder
und Halleluja singen wir erst in den Osterliedern.
Erfreut Euch am Leben und vertraut auf den Herrn,
er sieht wirklich Euer Vertrauen so gern,
denkt nicht nur ans Geld und an die dicke Knete,
feiert lieber Karneval als Gottes Friedensfete!
Dann werdet ihr zu Gottes ausgesprochenem JA –
Drum ruft Amen – ruft Helau und singt Halleluja!)