Sehr gut besucht war das Konzert zum Patrozinium des hl. Dionysius am Sonntag, dem 9. Oktober, um 16.30 Uhr in der Pfarrkirche in Aldekerk.

Den Zuhörerinnen und Zuhörern  wurde ein breites Spektrum schöner Musik geboten. Nach der Begrüßung durch Pastor Theodor Prießen machte Michael Denissen an der Orgel den musikalischen Anfang. Er spielte die „Toccata in d-moll“ aus „12 Stücke für Orgel“ von Max Reger (1873 – 1916) und nutzte geschickt die klanglichen Möglichkeiten unserer Speith-Orgel.

Dann sang der Kirchenchor  St. Peter und Paul, geleitet und an der kleinen Orgel begleitet von Musikdirektor  (MD) Karl Hammans „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791), „Herr, unser Gott“ von Ignaz Schnabel (1767 – 1831) und „Ave Maria“ von Karl Hammans (* 1955). Der Chor zeigte einmal mehr seine große musikalische Bandbreite und ein sicheres Können.

 

Alexandra Wellmanns bewies ihre Virtuosität als Saxophonistin mit drei Stücken für Saxophon und Orgel, begleitet von Karl Hammans. Sie spielte „Cantiléne“ von Theodor Salomé (1834 – 1896), „Sinfonia, Adagio und Allegro“ von Nicolo Porpora (1686 – 1786)  und das „Andante moderato“ aus „Trois Romances“ von Gabriel Fauré.

Michael Denissen brachte sein großes Können mit drei weiteren Orgelstücken in das Programm ein, mit dem „Benedictus“ aus „12 Stücke für Orgel“ von Max Reger (1873 – 1916), mit „Innig op. 56“ aus „Sechs Stücke in kanonischer Form“ von Robert Schumann und mit „Chant du soir“ von Enrico Bossi (1861 – 1925).

Die „Schola Cantorum“ aus Aldekerk“ brachte eine völlig andere Klangfarbe in das Konzert mit dem „Salve Regina“ von Henri Dumont (1610 – 1684) und dem gregorianischen Introitus zum Fest Mariä Himmelfahrt.

Für den Kirchenchor St. Dionysius Nieukerk hatte MD Karl Hammans drei Werke aus Renaissance und Romantik ausgewählt, die einen recht hohen Schwierigkeitsgrad aufwiesen  und von den Nieukerker  Sängerinnen und Sängern mit Bravour gemeistert wurden: das „Kyrie“ und das „Sanctus“ aus der  „Missa secunda“ von Hans-Leo Hassler (1564 – 1612) und die Motette „Herr nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847).

Der Höhepunkt des Konzerts lag diesmal ohne Zweifel am Ende des Programms: der gemeinsame Auftritt der beiden Kirchenchöre St. Dionysius und St. Peter und Paul. Sie sangen unter der Leitung von Karl Hammans, der auch die Begleitung mit der kleinen Orgel übernahm,  „Alles, was ihr tut“, Kantate in  8 Sätzen von Dietrich Buxtehude (1637 – 1707). Die drei Sonata-Sätze übernahm Alexandra Wellmanns mit der Querflöte, sie war kurzfristig für das verhinderte Bläserquintett eingesprungen.

Das war ein wunderschöner Abschluss für das Konzert, da wurde perfekt musiziert.

Das Publikum bedankte sich mit herzlichem Applaus. Als Zugabe sangen die beiden Chöre noch einmal den Eingangschor der Kantate: „Alles, was ihr tut“.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 15. Oktober 2011 um 13:54 Uhr von Werner Stulier